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Rollenwechsel bei den Dolphins

 

Kurz vor Beginn der Rollstuhlbasketball EM der Damen in Rotterdam wollen wir ein neues Gesicht in den Reihen der Dolphins und des Team Germany genauer vorstellen: Nathalie Ebertz. Wobei das Gesicht wahrscheinlich gar nicht mehr so neu ist, ist doch die Rede von unserer Pressewartin Nathie, die viele von euch bereits in der abgelaufenen Saison bei den Spielen der Dolphins kennengelernt haben. 

 

Aus einer basketballverrückten Familie stammend schaffte sie im Fußgängerbasketball schon früh den Sprung in die Bundesliga, sowie die U 20-Nationalmannschaft der Damen. Nachdem sie ihre Karriere aufgrund von mehreren Verletzungen am Sprunggelenk beenden mußte, wechselte sie zum Rollstuhlbasketball. „Anfangs war es wirklich komisch, da ich bereits im Fußgängerbasketball so erfolgreich war und mir die vermeintlich einfachen Dinge wie Freiwürfe nicht mehr gelungen sind.“, sagt sie rückblickend. So dauerte es einige Zeit, bis der Rollstuhlbasketball zu ihrer neuen Passion wurde und sie erkannte, dass er sogar die Chance bietet der Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere zu werden: „Seitdem gebe ich alles, um national und international eine entscheidende Rolle spielen zu können.“ Die ersten Erfahrungen in der neuen Sportart sammelte sie in der bayerischen Landeshauptstadt bei den München Iguanas 2, sowie in Ulm in der 2. Bundesliga Süd. Bereits im Herbst 2018 folgte der Umzug nach Trier. Um sich weiter zu verbessern und für die Nationalmannschaft empfehlen zu können, schloss sie sich dem Training der Dolphins Trier unter Trainer Dirk Passiwan an und konnte nebenher im benachbarten Luxemburg bei den Lux Rollers weiter Spielpraxis in der 2. Liga sammeln. 

Dass sich der Wechsel und der Umzug nach Trier gelohnt haben, zeigt die Nominierung für den Kader für die diesjährige EM in Rotterdam durch Bundestrainer Martin Otto. Damit ist der erste Schritt auf dem Weg zum großen Ziel, den Paralympics 2020 in Tokio, geschafft. Bereits in den letzten Wochen konnte Nathie ihre ersten Länderspiele für das Team Germany absolvieren und mit dem World Super Cup 2019 in Frankfurt auch einen ersten Titel gewinnen. Die Freude über ihre Rückkehr auf die internationale Bühne ist ihr deutlich anzumerken: „Die ersten Länderspiele waren super! Die Nationalhymne zu hören ist immer etwas besonderes und ich habe jede einzelne Sekunde genossen und versucht für meine Mannschaft und mein Land alles zu geben.“

Ab der kommenden Saison wird mit Nathie somit, neben Dirk Passiwan, ein zweites Mitglied des Team Germany den Kader der Dolphins Trier verstärken und als Nachfolgerin der niederländischen Nationalspielerin Mariska Beijer auf Punktejagd gehen. Die Dolphins Fans können sich dabei auf eine mit 4,5 Punkten klassifizierte Center-Spielerin freuen, zu deren besonderen Stärken ihre Treffsicherheit und Übersicht gehören. Auch abseits des Spielfeldes hat sich die 28-jährige Mathe- und Sport-Lehrerin schon bestens in ihrer neuen Heimat Trier eingelebt, mit ihrem Partner Dirk Passiwan wird sie demnächst eine neue Wohnung beziehen. Und selbst auf ihre Familie muss sie fern der Heimat nicht gänzlich verzichten, da Vater Andreas als Co-Trainer der Dolphins bei allen Spielen dabei ist.

Vorläufig gilt die ganze Konzentration noch der Europameisterschaft der Damen in Rotterdam, die am 30. Juni beginnt. Nach vielen Wochenenden mit Vorbereitungsturnieren und Trainingscamps ist die Vorfreude auf das erste große Turnier riesig: „Ich freue mich auf meine erste EM im Rolli und werde alles geben, um unsere Ziele zu erreichen und mir einige Spielminuten zu erkämpfen.“ 

Schon bald nach der EM wird für Nathie die Vorbereitung auf das nächste große Abenteuer beginnen: die erste Saison nach dem Wechsel von der Pressewartin zur Spielerin mit den Dolphins in der RBBL. Trotz dem großen Sprung von der 2. in die 1. Liga verspürt sie keinen Druck, „denn ich habe die besten Teamkollegen hinter mir, die mich in allem unterstützen und mir den Rücken freihalten, so dass ich den Start genießen und zeigen kann, was in mir steckt“. Insgesamt sieht sie der neuen Saison hoffnungsvoll entgegen „Wir werden auch nächste Saison wieder eine gute Rolle in der Liga spielen können und ich bin mir sicher, dass auch ich persönlich zufrieden aus den Spieltagen gehen werde.“

 

 

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